"Rechtsextremismus - in der Mitte angekommen" so lautet der Artikel bei SpiegelOnline über eine Studie einer SPD-Nahen Stiftung. Der Begriff "Rechtsextremismus" ist von der Definition her vielleicht etwas überzogen gewählt, aber die Ergebnisse dieser Studie ist trotzdem nicht gerade erfreulich.
Laut der Studie "glauben satte 43,8 Prozent der Ostdeutschen und 35,2 Prozent der Westdeutschen", das "Ausländer nur nach Deutschland kommen, "um unseren Sozialstaat auszunutzen""
Ich führte in den letzten 2 Tagen sehr viele Gespräche über dieses Thema und bin echt schockiert. Meiner Analyse nach hat diese Ausländerfeindlichkeit den alten Sündenbock-Charakter. Probleme von Arbeitslosigkeit und Kriminalität werden in vieler Hinsicht auf "Ausländerproblem" geschoben. Sie seien es, die skrupellos den Sozialstaat ausnutzen (bzw. das, was noch davon übrig geblieben ist) und "sich nicht benehmen können".
Oft beruhen diese Argumente auf Vermutungen, politischer Inkompetenz und vor allem Lebenserfahrungen.
Den ersten beiden Faktoren kann relativ schnell abgeholfen werden, letzteres, was oft das gewichtigste ist, ist eher ein "psychologisches Problem": Oft werden die 500 "Ausländer", die einem begegnen schnell vergessen, wenn es Probleme mit dem "Ausländer" Nr. 501 gibt. Dieses Konfrontation ist oft mit Angst oder dem Gefühl der "ungerechten Behandlung" verbunden. Jene Erlebnisse im Leben werden viel stärker gewichtet und dann verallgemeinert und schon "stressen die meisten Türken rum". Nicht selten diese Erfahrung dann unreflektiert weiter getragen und bei Erlebnisübereinstimmung ist das Vorurteil schnell entstanden. Die Frage ist nur, was dagegen tun...
Die Fraktion "Die Linke" hat dazu folgende Idee:
"Die Linksfraktion unterstützt alle Bestrebungen nach besserer schulischer Wissensvermittlung und klareren diesbezüglichen Unterrichtsinhalten. "Darüber hinaus geht es aber auch darum, Demokratie leben zu lernen. Wir brauchen also wirkliche Mitbestimmung an Schulen, geübte Toleranz gegenüber Fremden und das Erlernen sozialen Miteinanders für das Leben in einer mitmenschlichen Gesellschaft", so Roland Hahnemann, innenpolitischer Sprecher der Fraktion"

