Essen und CO²
Heute bin ich an einen sehr ungewöhnlichen Artikel auf SpiegelOnline geraten, der sich damit außeinandersetz, in wiefern CO² Austoß mit den Essensgewohnheiten zusammen hängen.
Erstaunlicherweise heist es dort: "Vegetarier und Frauen, die relativ wenig essen (rund 2000 Kilokalorien pro Tag) erweisen sich als praktizierende Klimaschützer. Sie verursachen mit ihrer Ernährung nur zwischen 0,65 und 0,98 Tonnen CO2 pro Jahr. Ein typischer Fleischesser kommt hingegen auf 1,82 Tonnen, schätzt das Bayerische Landesamt für Umwelt." Als Ursache wird unter anderem das klimaschädigende Methan genannt, das bei der Haltung von Rindern entsteht.
Die Differenzen innerhalb eines Jahres seien so drastisch, dass Vegetarier pro Jahr "locker einmal nach Mallorca und zurückfliegen können - ihre CO2-Bilanz wäre dann immer noch günstiger als die des Fleischessers."
Ein wichtiger Faktor sei natürlich auch das Herkunfsland. Wer seine Ernährung nach der Saison richtet, spart jede Menge CO²-Ausstoß durch Transportkosten.
Ein auf jeden Fall amüsanter, interessanter und zugleich ungewöhnlicher Artikel, auf jeden Fall lesenswert.
(Quelle: Spiegel.de)
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Politik- Eichi's blog
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Kommentare
CO2 und methan
Die Tatsache ist eigentlich, zumindest wenn man sich mit dem Thema befasst, bekannt.
Allerdings, um das ganze genau zu nehmen, wird durch die Fleischproduktion natürlich direkt kein CO2 produziert, sondern Methan, welches in CO2-Äquivalent gerechnet wird. D.h. die von Dir angegebenen Tonnen sind kein reales CO2, sondern Methan in der Menge, welches den selben Schaden anrichtet, wie entsprechende CO2-Mengen.
CO2
(Hint: Wenn du CO-Quadrat sagst, meinst du CO2, oder?)
Ich finde es witzig, wie die hysterische Masse der deutschen (oder der Menschen allgemein) heute hier und morgen da ein Feindbild aufbaut und bis aufs Äußerste verteidigt, nur um dann ein paar Jahre später nichts mehr davon wissen zu wollen.
Dieses Jahr ist es der CO2-Trip, letztes Jahr waren's die Diesel-Rußpartikel.
Ok, ob jetzt Methan oder CO2 sei dahin gestellt, laut Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Methan) reagiert Methan (allerdings langsam) mit Sauerstoff zu CO2 und Wasser und bei der Umwandlung von Traubenzucker entsteht CO2 in gleichem Maß wie Methan, beim Biogas ist ~35% CO2.
Gut, reden wir über's CO2:
Als "Insider" würde ich sagen, dass man hier aber nochmal weiter differenzieren muss. Also zum einen ist CO2 ja kein Gift sondern wird erst schädlich wenn es in großen Mengen in die oberen Schichten der Atmosphäre gelangt.
Pflanzen (die von den Vegetariern getötet werden *g*) sind ja dafür zuständig, daraus wieder gänzlich ungefährlichen Sauerstoff zu machen. Und ich denke wenn man die Gesamt-Bilanz zusammen rechnet, kommt die Landwirtschaft deutlich besser weg als in deinem Beitrag, denn Pflanzen haben wir deutlich mehr als der durchschnittliche Stadt-Vegetarier. :)
Die Gülle und damit auch ein großer Teil des CO2, das Kühe produzieren wird übrigens gesammelt und dann gleichmäßig auf die Felder verteilt, sodass möglichst viele Pflanzen an der Rückumwandlung beteiligt sind. Mir ist kein CO2-Produzent bekannt, der eine so funktionierende CO2-Rückführung hat wie die Landwirtschaft.
Feindbild und Gülle-Pflanzen-Rückführungs Theorie
Zuerst würde ich das niemals als Feindbild bezeichnen, sondern als Problem. Ich habe doch daduch kein Objekt bzw. keine Person die ich damit anfechten will, sonst hätte ich das schon offensichtlich gehalten.
Deine Gülle-Pflanzen-Rückführungs Theorie hört sich etwas sehr komisch an, schon alleine wenn man betrachtet, das für ein Kilo Fleisch im Schnitt 8 Kilo "Pflanzen" drauf gehen.
Das kann die Gülle nur Ansatzweise wieder zurückführen; das kann ich jetzt nicht wirklich belegen, aber ich gehe mal schwer davon aus..
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